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Beispiel: Aufbau eines Sprengschachtes
Zu Beginn wurde das
äußere und das innere Maß aufgezeichnet. Mittels Presslufthammer wird
dann die oberste Asphaltschicht abgetragen. Der innere markiert den
eigentlichen Schacht, der äußere Ring den späteren Konus, dieser Bereich
wird nur soweit freigelegt, dass der Konus bündig abschließt.

Ein Bagger mit
spezieller Schaufel hebt dann ein erstes Loch aus, bis eine Führung da
ist.

Kurz danach wird
bereits die Verbindung des Schachtes an den Straßenrand gebohrt; hier
wird dann (im Ernstfall) die Zündschnur durchgeführt. Wichtig: Die
Schächte waren, entgegen allerlei Publikationen der 80er NICHT
geladen sondern wurden erst im Ernstfall durch Pioniere bestückt.

Dann wird der
eigentliche Schacht mittels eines Beneto Hammergreifers o. ä.
geschaffen.

Unten angekommen...

... werden nach und
nach die Formbetonteile als Schachtabstützung abgelassen. In
den 80ern wurden teilweise aus Kostengründen
auch Plastikrohre zur
Schachtabstützung verwandt.

Zum Abschluss wurde der
Konus sowie der eigentliche, "berühmte" Sprengschachtdeckel aufgesetzt.


Der Deckel wird im Konus
"festgerüttelt" bis er sitzt.

Dann wird der Bereich
"über" dem Konus mit Schotter aufgefüllt, verdichtet und wieder
zuasphal-tiert.

Fertiger Konus mit
Befestigung für den Deckel, die "berühmte" Sechskantschraube

Die seitliche
Herausführung für die Zündschnüre. Zur Vereinfachung ging hier ein
Plastikseil in den Schacht, an welchem man dann im Ernstfall die "echte"
Zündschnur befestigte und durchziehen konnte. Diese Plastikleinen wurden
oft als echte Zündschnüre gewertet, und so hat sich wahrscheinlich die
Legende der ständig geladenen Sprengschächte entwickelt.

Wenn die Topografie ein seitliches
herausführen nicht zuließ, führte man (selten) "oben" heraus.

Alle Bilder sind Copyright Harald Fäth und H.S. |